Eigenfettunterspritzung (Lipofilling)

Die Eigenfettunterspritzung (Eigenfetttransplantation/ Lipofilling) verfügt über ein breites Anwendungsspektrum in der rekonstruktiven und ästhetischen Chirurgie. Ziel ist es, mit körpereigenem Fettgewebe Volumen in verschiedenen Körperregionen aufzubauen oder im Laufe des Lebens verloren gegangenes Volumen zu ersetzen. Die Eigenfettinjektion ist ein etabliertes und sicheres Verfahren, mit welchem natürliche und permanente Resultate erreichbar sind. Die Eigenfettinjektion beinhaltet die Entnahme von Fettgewebe aus Körperregionen mit überschüssigem Fettgewebe, die Aufbereitung bzw. Reinigung des Fettgewebes durch verschiedene Verfahren (z.B. Sedimentation, Zentrifugation) und das Einspritzen des aufbereiteten Fettgewebes mit feinen Kanülen in die gewünschten Regionen.
Seit einem Jahrzehnt erfreut sich die Volumenvergrößerung der weiblichen Brust immer größer werdender Popularität, um die langfristigen Nachteile von Brustimplantaten zu vermeiden. Für diese Anwendung liegen aktuell jedoch keine Langzeitstudienergebnisse vor zu den möglichen Auswirkungen des injizierten Fettgewebes auf das Brustgewebe vor. Deshalb wird die Eigenfett-Augmentation der Brust derzeit kontrovers diskutiert und nicht allgemein empfohlen. Wiederholte Behandlungen können sinnvoll sein, um ein optimales Ergebnis bei größeren Volumenmengen zu erzielen. Schwellungen und leichte Blutergüsse sind nach einer Eigenfettinjektion häufig und bilden sich meist innerhalb von 2-3 Wochen zurück. Das Ausmaß der Schwellung hängt von der behandelten Region, einer atraumatischen Behandlungstechnik und individuellen Faktoren ab.

Information Eigenfetttransplantation (PDF)